Reisetagebuch

Buenos dias zusammen!

Jetzt habe ich es doch mal geschafft mich ein wenig schneller als beim letzten Mal zurückzumelden!

In diesem Eintrag soll es um meine Reise durch Bolivien, bis nach Peru, vom 7. Januar bis zum 20. Januar gehen und unserem anschließenden Kurztrip zum Salar de Uyuni.

07.01.

Am 07.01 habe ich mich mit Ann-Sophie in Sucre getroffen, von dort sind wir am Nachmittag dann mit dem Flugzeug nach La Paz, besser gesagt El Alto, geflogen. Die Aussicht bei der Landung war sehr beeindruckend, da uns einfach nochmal eine ganz andere Landschaft erwartet hat, als wir es aus Sucre oder Santa Cruz gekannt haben. El Alto liegt nochmal höher als la Paz und aus dem Flugzeug hat man nur eine weite Fläche gesehen, ganz anders, als man es auf einer Höhe von 4100m erwartet.

Mit dem Taxi sind wir dann in die eigentliche Stadt, la Paz gefahren, haben dort unser Hostel bezogen und sind dann auf Essenssuche gegangen. Schließlich haben wir ein kleines Restaurant gefunden und uns Pique Macho bestellt. Ein Gericht, mit Pommes, Fleisch, Würstchen, Gemüse, sehr lecker und ein guter Abschluss für unseren ersten Tag auf Reisen.

08.01.

Den kompletten Vormittag und auch einen Teil des Nachmittages haben wir auf dem Mercado de Hechiceria, dem Hexen- und Handarbeitsmarkt, verbracht. Von Medikamenten gegen Bauchschmerzen, über Produkte zur Gewichtsreduzierung bis hin zu Pulver zur Herstellung eines Liebestrunkes wurde alles angeboten. Auf dem Mercado de Artesania wurden die typischen bunten Stoffe und die daraus gefertigten Kleiderstücke, Mäppchen, etc angeboten und in einigen Musikläden konnte man sich handgemachte Gitarren, Charrangos oder Flöten kaufen.

Durch Zufall haben wir dann einen Chilenen und seinen Onkel kennengelernt, die eigentlich wegen der Ralley Dakar in La Paz waren. Mit den Zwei und einer weiteren Frau sind wir das Valle de la Luna, das sogenannte Mondtal, besichtigen gegangen.

09.01.

Am nächsten Tag sind wir, ein wenig außerhalb von La Paz dann die berühmten Tiwanaku-Ruinen besichtigen gegangen und haben dort durch Zufall ein paar der anderen Freiwilligen getroffen, die zur selben Zeit durch La Paz gereist sind.

10.01.

Heute sind wir bereits um vier aufgestanden, um eine der ersten Trufis (Kleinbusse) nach Copacabana zu erwischen.  So kamen wir schon ziemlich früh dort an und haben den ganzen Tag Zeit gehabt, Copa kennenzulernen. Unter Anderem haben wir einen zweistündigen Ausritt auf einen nahegelegenen Berg gemacht und konnten dort die Aussicht auf den Titicacasee genießen.

Abends entschieden wir uns dann für den halbstündigen  Aufstieg auf den Cerro Calvario, um uns von dort den Sonnenuntergang über dem Titicacasee anzusehen. Trotzdem Copacabana nur noch auf 3808 m Höhe liegt, sind jegliche sportliche Aktivitäten gleich viel viel anstrengender. Auch wenn es ziemlich bewölkt war, hat sich der Aufstieg und die Aussicht aber auf jeden Fall gelohnt.

11.01.

Am Vortag hatten wir uns bereits Tickets gekauft, um heute um 8.30 Uhr mit einem kleinen Boot, die zweistündige Überfahrt auf die Isla del sol, Sonneninsel, zu machen. Hier besichtigten wir wieder Ruinen. Viel beeindruckender aber war die schöne Landschaft.

Abends sind wir dann wieder mit dem Boot nach Copacabana gekommen und abends saßen wir dann bereits in der Flota nach Cusco, Peru.

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12.01.

Ziemlich früh sind wir, nach einer Nacht im Bus, mit mehr oder weniger ausreichendem Schlaf, in Cusco angekommen und hatten das Glück, gleich ein gutes Hostel zu finden, um uns nochmal auszuruhen. Später erkundeten wir Cusco ein wenig zu Fuß, um uns bei dieser Gelegenheit Tickets für die Touren, die wir in den nächsten Tagen geplant hatten zu kaufen und  schließlich in der Markthalle Mittag zu essen und an einem der Fruchtstände einen frischgepressten Saft zu trinken.  Hier haben wir die 15-Jährige Ingrid kennengelernt, die schon seit ein paar Jahren immer mal wieder am Stand ihrer Großmutter aushilft. Mit ihr haben wir uns eine Weile unterhalten, und es war ganz interessant zu hören, wie anders das Leben einer 15-jährigen sein kann.

13.01.

An diesem Tag war der Ausflug zu den Montanas de los siete Colores, den Regenbogenbergen, geplant. Ein Kleinbus hat uns morgens um 3 Uhr an der Plaza, mit weiteren Touristen, eingesammelt und uns innerhalb von drei Stunden zum Ausgangspunkt unserer Wanderung gebracht. Hier wurde uns Frühstück serviert, bevor jeder für sich den ca. dreistündigen Aufstieg auf über 5200 m Höhe beginnen konnte. Aufgrund der Höhe war dieser unglaublich anstrengend und man musste vor allem am Ende alle paar Meter stehen bleiben, um sich auszuruhen. Schließlich haben wir es aber geschafft und nach dem gleichen Rückweg und einem leckeren und verdienten Mittagessen sind alle im Bus auf dem Heimweg sofort eingeschlafen. Obwohl ich noch so viel zu diesem Ausflig schreiben könnte, werde ich lieber wieder einige Bilder dazu hochladen.

14.01.

Heute haben wir unseren Ausflug nach Machu Picchu gestartet. Hierzu waren wir wieder ziemlich früh, und zwar um sechs auf den Beinen, um einen Kleinbus nach Hidroelectrica zu bekommen. Die Fahrzeit haben wir uns unter Anderem damit vertrieben, mit ein paar Argentiniern zu singen und Gitarre zu spielen.

Nach der siebenstündigen Fahrt sind wir schließlich zum Mittagessen in Hidroelectrica angekommen und anschließend nach Aquacalientes aufgebrochen.Um uns den Preis für den teuren Zug zu sparen sind wir zweieinhalbstunden an den Gleisen entlanggewandert und konnten so die wunderschöne Landschaft genießen.

15.01.

Von Aquacalientes aus konnten wir morgens um vier den Aufstieg nach Machu Picchu beginnen. Dieser war ziemlich monoton und wir sind eigentlich eineinhalb Stunden nur Treppenstufen nach oben gelaufen. Dadurch das wir eine der ersten Besucher waren, hatten wir eine super Aussicht auf das noch nicht allzu überfüllte Machu Picchu und auch die Landschaft rund um die Ruinen, war aufgrund des aufsteigenden Nebels ziemlich beeindruckend. Nach einer Führung durch die Inkastadt und zwei weiteren Stunden Aufenthalt machten wir uns ziemlich erschöpft wieder an den Abstieg und anschließend an die zweieinhalbstündige Wanderung zurück nach Hidroelectrica. Nach ein bischen Chaos hatten wir dann den Kleinbus gefunden, der uns wieder nach Cusco bringen konnte.

16.01.

Nach ein wenig mehr Schlaf als in den letzten Nächten haben wir uns noch einmal ein wenig in Cusco umgeschaut und noch ein letztes Mal das lecker Essen auf dem Mercado genossen. Abends ging es dann mit der Nachtflota wieder nach La Paz.

17.01.

Mittags sind wir dann wieder in La Paz angekommen und nach ausgiebigem Duschen und Ausruhen im Hostel  sind wir dann nochmals auf den Mercado in La Paz gegangen, um zu essen und uns dann noch einmal auf dem Hexen- und Handwerkermarkt umzuschauen.

18.01.

Heute hatten wir uns die Tour auf den ehemaligen Chakaltaya-Gletscher vorgenommen. Um 8 Uhr starteten wir vom Hostel aus und wurden zusammen mit anderen Touristen wieder in einem Kleinbus bis zu einer Hütte gefahren. Diese wurde für die Skifahrer gebaut. Da der Gletscher, des ehemalig höchstgelegenen Skigebietes, aber 2009 komplett weggeschmolzen ist, wird sie jetzt nicht mehr dafür genutzt und zerfällt leider immer mehr.

Hier mussten wir nur noch wenige Meter bis zum Ziel hochlaufen, aber da wir auf bis zu 5395 m Höhe waren, erforderte auch dieser kleine Weg schon ziemlich viel Anstrengung und man war praktisch vom nichts tun außer Atem. Von hier aus hatte man eine super Aussicht, unter anderem  bis zum Titicacasee, nach La Paz und auf den 6088m hohen Huayna Potosi, der aber leider in den Wolken hing. Zum Abschluss haben wir uns in La Paz eine Steinofenpizza genehmigt, da wir ja schließlich ein ganzen halbes Jahr darauf verzichtet hatten.

Mit der Nachtflota reisten wir weiter nach Cochabamba.

19.01.

Den letzten Tag, bevor wir zum Seminar nach Sucre gefahren sind haben wir in Cochabamba verbracht. Hier haben wir die berühmte Christusstatue besichtigt, die übrigens 44cm höher als die berühmte Statue Cristo Redentor in Rio de Janeiro ist. Anschließend haben wir eine Führung im Museo del Convento Santa Teresa bekommen. Es war ziemlich interessant zu erfahren, wie die Nonnen in diesem Kloster vor ein paar Jahren noch gelebt haben, völlig abgeschieden von allen anderen Menschen, auch deren Familie und in für mich unvorstellbaren Bedingungen. Heute leben hier immer noch Nonnen, aber ihre Art zu leben ist heute ein wenig liberaler, sie dürfen beispielsweise Kontakt mit anderen Menschen haben und auch mehr als eine Stunde am Tag reden.

Mit der Nachtflota sind wir nach Sucre gefahren.

20.01.

Den ganzen Tag haben wir im Hostel verbacht und uns von unserer nicht ganz unanstrengenden Reise zu erholen, bevor dann am nächsten Tag das Seminar angefangen hat.

Salar de Uyuni

Nach dem Seminar haben wir das Wochenende für einen spontanen Kurztrip nach Uyuni genutzt. Trotz aller Anstrengung und der langen Reisezeit hat sich dieser aber sehr gelohnt.

Wir haben eine Tages- und anschließend eine Nacht-und Sonnenaufgangstour gebucht und somit unsere Zeit voll ausgenutzt. Durch den Regen war ein Teil des Salars mit einer ungefähr 5cm hohen Wasserschicht bedeckt, in welcher sich alles gespiegelt hat.

Besonders beeindruckend war der Sonnenaufgang, der sich dann eben auch im Salar gespiegelt hat. Aber genug der Worte, ich lade lieber ein paar Bilder hoch, die zeigen das Ganze doch viel besser!

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2 Gedanken zu “Reisetagebuch

  1. Hallo Jessi, bin begeistert, was du alles erlebst und siehst – endlich auch das Minifellboppelpferd – oder so !?! Wünsche dir weiterhin viele Erlebnisse – in der Freizeit und bei der Arbeit! Lass von dir hören! Ich freue mich auf unser Wiedersehen!
    Ganz liebe Grüße
    Mama

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  2. Hallo Jessica Sommer,
    ich weiß nicht, ob Sie sich an mich erinnern. Wir haben uns letztes Jahr im Zug nach Stuttgart kennen gelernt.
    Sie erzählten mir von Ihrem großartigen Vorhaben und ich war auf dem Weg in die Klinikzu meiner Frau, die einen schweren Schlaganfall erlitten hatte. Inzwischen geht es ihr etwas besser. Sie kann wieder voll sprechen und am Leben teilhaben, ist aber momentan noch auf den Rollstuhl angewiesen und an der linken Körperseite noch stark eingeschränkt.
    Ich bin beeindruckt von Ihrem Engagement und wünsche Ihnen weiter alles Gute und vor allem Gesundheit.
    Über eine Nachricht von Ihnen würde ich mich sehr freuen.

    Que todo vaya bien y que Dios le ayude Muchos saludos Karl Volk

    Meine Adresse: Karl Volk, Stauffenbergstr. 44, 73431 Aalen
    E-Mail-Adresse: Karl.Volk@tele2.de Tel. 0049736162878

    PS: Ich habe heute einen Beitrag zur Unterstützung Ihres Förderkreises überwiesen

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