Feliz Navidad y prospero Año Nuevo!

Hallo miteinander und erstmal noch Felicidades für das neue Jahr! Es tut mir leid, dass dieser Eintrag so verspätet hochgeladen wird aber ich hatte erst Zeit- und dann Internetprobleme. Naja, stellt Euch einfach vor, dass ich Ihn schon anfang Januar geschrieben habe!😀Ich hoffe ihr hattet alle ein paar schöne Stunden an Weihnachten und seid gut in das Jahr 2017 gestartet. In diesem Eintrag geht es, wie kann es auch anders sein, um Weihnachten und Silvester, wie ich es hier in Bolivien erlebt habe.
Weihnachten haben wir vier Voluntarios aus Camiri mit drei anderen Freiwilligen aus Puerto Quijarro bei uns verbracht. Wir hatten ein paar wirklich schöne Tage (und Nächte) obwohl die Weihnachtsstimmung einfach nicht wirklich aufkommen wollte.
Grundsätzlich lieben es die Bolivianer kitschig. Dementsprechend sah auch die Weihnachtsdeko aus: Bunte blinkende Lichterketten, Glitzerdekorationen, üppig geschmückte künstliche Tannenbäume usw. Manche Lichterketten haben zusätzlich zum bunten Blinken sogar noch Musik gemacht, das war der absolute Höhepunkt. Die Beschreibung „maximale Besinnlichkeit“ trifft es irgendwie ganz gut!
Die Plaza einer jeden Stadt oder eines jeden Dorfes wurde natürlich auch dekoriert. Bevor ich das jetzt aber alles beschreibe werde ich lieber ein paar Bilder hochladen, sodass ihr euch das besser vorstellen könnt!
Am 24. Vormittags ist jeder von uns eigentlich seiner Beschäftigung nachgegangen. Ich habe Wäsche gewaschen und geskypt. War ganz komisch bei 35 Grad in der Hängematte zu liegen während zu Hause gerade bei Kerzenschein Kaffe getrunken wird und Plätzchen und Stollen gegessen werden und es draußen ziemlich kalt und bereits dunkel ist. Naja, irgendwann am Nachmittag haben wir dann zu siebt gewichtelt, mit unserem Selfmade Adventskranz (siehe Bilder) kam dann doch ein klein bisschen Weihnachtsstimmung auf!
Danach ging es dann in Kirche. Zwei meiner Mitbewohner haben im Chor mitgesungen und auch das Grippenspiel hat nicht gefehlt. Über der Grippe in der Kirche hing ein bunt blinkender Stern und im Stall stand ein blauer Plastikstuhl für Maria bereit. Nach der Messe waren wir bei unserem Mentor zum Essen eingeladen. Da wir erst um halb elf von der Kirche zu ihm gekommen sind, hatten alle anderen schon gegessen. So saßen wir dort zu siebt und zuerst wurde uns das für Weihnachten typisch Gericht serviert, eine Suppe mit drei verschiedenen Fleischsorten (Picana).  Danach haben wir ein sehr leckeres Hühnchen, welches mit einer Gemüsefüllung gestopft war bekommen. Dazu gab es Maiskolben. Zum Nachtisch haben wir Schokokuchen und andere Süßigkeiten gegessen. Zu trinken gab es Sidra, ein ziemlich süßes alkoholhaltiges Getränk, Soda (Coca Cola) und Cerveza.
Um zwölf startete dann das Feuerwerk -ja an Weihnachten! Da den ganzen Tag davor schon überall geschossen wurde war es nie wirklich ruhig. Nach dem Feuerwerk sind wir dann schließlich noch in eine Karaokebar gegangen und haben bis morgens getanzt! Am 25. wurde erst einmal ausgeschlafen und später waren wir am Fluss baden, schließlich hatten wir über 35 Grad. Abends waren wir dann auf einer anderen Fiesta. Am zweiten Weihnachtsfeiertag war ich schon wieder arbeiten, da Montag war und das Krankenhaus schlecht an Weihnachten zu machen kann. Nachmittags gingen wir dann wieder zum Fluss, haben Fußball und Volleball gespielt und waren natürlich baden. So ist ein ganz besonderes aber auch sehr seltsames Weihnachten zu Ende gegangen.
Silvester habe ich bei der Familie einer befreundeten Medizinstudentin in Santa Cruz verbracht.  Eigentlich wird Silvester genauso wie in Deutschland gefeiert. Man macht sich schick, isst zusammen und um zwölf wird das neue Jahr mit einem Feuerwerk begrüßt und man gratuliert sich, feiert. Zwei Dinge  waren mir allerdings neu. Zum Einen hat jeder um zwölf genau zwölf Trauben gegessen und durfte sich bei jeder Traube etwas wünschen. Zum Anderen gab es auf den Mercados hier Spielgeld zu kaufen. Ich habe mich immer schon gefragt, wofür das gut sein soll. Dieses wurde von allen gezählt. Es gab mehrere Stapel, so waren wir ungefähr fünf Minuten damit beschäftigt, Bolivianos, Dollar und Euro zu zählen, bis jeder jeden Stapel einmal gezählt hatte. Dieser Brauch soll helfen, dass es einem finanziell gut geht.
So ich hoffe dass der nächste Eintrag über meine zweiwöchige Reise in Bolivien, bis nach Peru, nicht so lange auf sich warten lässt!
Liebe Grüße aus Sucre
Jessi

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Weihnachtsdeko auf der Plaza nahe bei Santa Cruz
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Weihnachtsdeko auf der Plaza in Santa Cruz
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Weihnachtsdeko im schönen Camiri
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Weihnachtsdeko im schönen Camiri
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Silvesteressen in Santa Cruz
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UnserAdventskranz und die Wichtelgeschenke
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